Mit Vollgas ins neue Jahr

Der erste Monat des Jahres 2018 ist bereits vorbei. Die Turniere sind geplant, die ersten Trainingsstunden sind absolviert und ich würde sagen, wir starten gut vorbereitet in das neue Jahr.

Seit Anfang Januar haben wir jeden zweiten Sonntag Stützpunkttraining, das ist ein Training, das einen spezifisch auf die Saison vorbereitet. In meiner Altersklasse werden alle eingeladen, die eine L-Platzierung in der letzten Saison erritten haben. Nach den acht Wochen Training gibt es Abschlussturniere, somit ist unser erstes Turnier 2018 am 25.02. in der Fritz-Thiedemann-Halle in Elmshorn. Dort werden wir eine Stilspringprüfung Klasse L und ein Stil-L mit Stechen starten. Am nächsten Wochenende haben wir noch einmal einen Lehrgang bei Mylene Diederichsmeier. Dann geht es erst Ende April mit einem Hallenturnier in unserem Stall weiter. Im Mai sind bisher zwei bis drei Turniere geplant. Anfang Juni finden auch schon die Kreismeisterschaften statt. Dort werden wir wieder in der LK5 Tour starten, sonst haben wir im Juni momentan nur noch ein weiteres Turnier auf unserer Liste, im Juli und August ebenfalls bisher leider nur eins. Aber ich finde auch freie Wochenenden mal schön und dieses Jahr ist der Sommer hoffentlich wieder besser. Immerhin ist WM-Jahr und da war meines Erachtens noch nie schlechtes Wetter. Und man sollte doch meinen, dass es letzten Sommer so viel geregnet hat in Norddeutschland, dass dieses Jahr kein einziger Tropfen vom Himmel fallen dürfte. Im September habe ich noch zwei bis drei Turniere im Visier und ab Oktober ist dann auch schon wieder die Saison vorbei und die Lehrgänge fangen an.

Und nicht nur ich starte motiviert ins neue Jahr, Cachaca ist auch richtig gut dabei im Moment und macht alles ganz fein mit. Dafür kommt er auch jeden Tag voller Matsch von der Koppel. Aber Hauptsache er hat seinen Spaß;)

Neuerungen in der LPO – Dressur und Springen

Dressurreiter aufgepasst! Die neuen Bestimmungen der LPO sind interessant für Euch.

Neue Altersklasse. In der Dressur gibt es nun auch national die „Children“. Wer 14 Jahre oder jünger ist, gehört zu den Children.
Männer und Frauen grüßen gleich. Die männlichen Teilnehmer dürfen nun auch grüßen, ohne den Zylinder zu lüften.
Neue Prüfungen – Um den Teamgeist im Reitsport zu stärken, wurde eine neue Aufgabe, die A11, extra für Mannschaften entworfen. Außerdem git es neue Dressurreiterprüfungen, die RE1 wurde umgeändert, die alte RE1 heißt nun RE2. Es ist etwas verwirrend, finde ich, aber gut. In den Ausschreibungen wird man jetzt auch S-Dressuren auf Trense finden, diese sind speziell für junge Pferde gedacht, um ihnen den Sprung zu erleichtern.
20×60 wird es ab 2018 in den meisten Dressurpferdeprüfungen heißen. außerdem gibt es eine neue Dressurpferdeprüfung der Klasse A, die DA4 und eine Dressurpferdeprüfung Klasse M, die zwischen dem Schwierigkeitsgrad der DM2 und der DM3 liegt.

Für die Springreiter wurde natürlich auch gesorgt und es gibt unglaublich viele neue Prüfungen.

Stilspringprüfung mit Modulen heißt es, wenn der Veranstalter verschiedene Elemente eines Standardparcours gemäß des Aufgabenhefts in den Parcours einbaut.
Eine Stilspringprüfung mit Zeitbonus – Fürjeden Ritt wird eine Stilnote vergeben, pro angefangener Sekunde unter der erlaubten Zeit werden 0,1 zur Note hinzugefügt, bei gleichem Ergebnis entscheidet die Grundnote.
Springprüfung mit Idealzeit sind besonders gut, um das Zeitgefühl zu trainieren. Wer zwei Sekunden unter oder über der Idealzeit in die Ziellinie kommt, bekommt keine Strafpunkte. Für jede weitere angefangene Sekunde werden 0,25 Strafpunkte angerechnet.
Dann gibt es noch das Springen mit Mindeststilnote. Diese Prüfung wird zunächst als Stilspringen gewertet. Wer mit einer Note über 6,5 bewertet wird, wird nach der Zeit platziert. Der Teilnehmer mit der höchsten Grundnote gewinnt dazu noch einen Sonderehrenpreis.
Bei den Springen mit steigenden Anforderungen wird es zum Ende des Parcours immer höher. So fangen die ersten Sprünge beispielsweise auf A*-Niveau an, die Sprünge in der Mitte des Kurses wären dann auf A**-Niveau und die beiden letzten auf der Höhe eines L-Springens.
Ausschluss und Aufenthalt – Ausgeschlossen werden Reiter, die vor der Startlinie stürzen. Wer erst nach der Ziellinie „den Boden küsst“ wird nicht von der Prüfung ausgeschlossen. Nach einem Sturz darf man keinen Korrektursprung machen. Eine weitere Neuerung ist, dass, wenn die Bedingungen es zulassen, sich zwei Pferde im Parcours aufhalten dürfen.
Quelle: St.Georg Magazin, Ausgabe Januar 2018

Neuerungen in der LPO – allgemein

Am 1.Januar 2018 ist es soweit: Die neue LPO wird aktuell. Ich werde Euch hier die wichtigsten Neuerungen nennen und erklären. Wenn Fragen aufkommen sollten, könnt Ihr diese gerne in den Kommentaren stellen.
Wir fangen mal mit den allgemeinen Neuerungen an.
Die Blutregel ist nun auch national definiert. Sobald frisches Blut am Pferd entdeckt wird, führt dies zum Ausschluss, wenn man feststellen kann, dass das Blut eindeutig vom Sporen, Zügel oder der Gerte kommt.
Schlaufzügel dürfen erst ab M** eingesetzt werden. Sie dürfen weiterhin nur auf den Abreiteplätzen verwendet werden. man geht davon aus, dass Reiter ab M** mit den „Schlaufis“ umgehen können.
Fliegenmützen dürfen nicht mehr am Nasenriemen befestigt werden. Es heißt in der Begründung, dass die Sinneswahrnehmung des Pferdes dadurch geschwächt wird.
Die Gamaschen dürfen auf dem Abreiteplatz nicht mehr verändert werden. Wenn jedoch die Gamasche heruntergerutscht ist, kann man zu der zuständigen Aufsicht gehen und sich dies genehmigen lassen. Ich muss zugeben, ich habe das Verändern an Gamaschen vor der Prüfung noch nie gesehen.
Die Pessoa-Trense darf wieder verwendet werden. Vier Jahre lang war diese Drei-Ring-Trense verboten, nun ist sie aber wieder zugelassen. Da die Wirkung gleich der eines Pelhams ist, darf man sie ab A* einsetzen.
Die Amateure sind definiert. Schon seit vier Jahren sind geschlossene Prüfungen ausgeschrieben, aber es war nie klar, wer nun Amateur sei und wer nicht. Man zählt als Amateur, wenn man durch Pferde Geld verdient. Außerdem darf man in der vorherigen Saison keine Platzierung in S*** oder höher haben und keine Platzierung mit mehr als drei Pferden mit LK4.
Rückerstattung und begrenzte Teilnehmerzahl Im letzten Jahr ist es häufig vorgekommen, dass Turniere wegen beispielsweise Herpes oder Druse abgesagt werden mussten. Nun ist es so geregelt, dass der Veranstalter drei Euro pro reservierten Startplatz für sich beanspruchen darf, der Rest muss dem Teilnehmer erstattet werden. Wenn eine Prüfung an einem anderen Tag stattfindet, als in der vorläufigen Zeiteinteilung festgelegt, kann der Teilnehmer bis zum Ende der Veranstaltung das Geld verlangen. Prüfungen mit Maximalanzahl müssen mit Handicaps ausgeschrieben sein. Außerdem darf jeder Teilnehmer in einer begrenzten Prüfung nur zwei Startplätze reservieren.
Hufschmiede – Ob einer vorhanden ist, entscheidet jetzt der Veranstalter. Bei Geländeprüfungen ist er jedoch immer noch Pflicht.
LK7 – „die Einstiegsdroge“: LK0 wird in LK7 umbenannt, die Schnupperlizenz ist für zwei Jahre gültig.
Quelle: St.Georg Magazin, Ausgabe Januar 2018

Klippen im A-Springen


Ihr habt die letzte Saison erfolgreich E-Springen absolviert und wollt diese Saison den Sprung in die Klasse A antreten? Was kommt auf mich zu? Was darf ich reiten, was nicht? Und vor allem, bin ich dem Ganzen gewachsen? Alles Fragen, die euch vielleicht vor der Nennung des ersten A-Springens quälen.

Was darf ich reiten?
Im Prinzip darf man mit der Leistungsklasse 6 so gut wie jedes A*-Springen bestreiten. Hier wird bei zu hoher Nennung auch geteilt, um weniger als 50 Starter in einer Prüfung zu haben. A-Springen gehören zum LPO-Bereich und so nennt man diese per Nennung Online, was aber bei E-Springen gem.LPO auch der Fall ist. Auf die A*-Springprüfung folgt das A**-Springen. Dies ist meistens nur für Leistungsklasse 4 und 5 ausgeschrieben. Es gibt aber auch Fälle, in denen das so geregelt ist, dass Mitglieder des Veranstalters auch noch mit LK6 diese Prüfung reiten dürfen.

Was kommt auf mich zu?
Nun, man sollte in jedem Fall mit einer zweifachen Kombination rechnen, die ist nämlich gem.LPO vorgeschrieben, beim Punktespringen gibt es eine Ausnahme. Die Kombination kann beliebig zwischen einem und zwei Galoppsprüngen variiert werden und kann eine Steil-Steil-, Oxer-Steil-, Steil-Oxer-, oder aber auch eine Oxer-Oxer-Kombination sein, das kommt aber eigentlich nie vor, dass eine Kombi aus aus zwei Oxern besteht. Beim Abgehen solltet ihr folgende Maße benutzen: ein Galoppsprung: 7 Meter und bei zwei Galoppsprüngen 10.50 Meter. Bei Ponys weichen diese Angaben ab. Außerdem erwarten einen vermehrt Distanzen, sowohl gerade als auch gebogene Lienien werden in Springen der Klasse A abgefragt. Außerdem kann ein Wassergraben verwendet werden, in A*-Springen eher weniger bis gar nicht, aber in der Klasse A** wird er häufig gebraucht. Die Maße beim A*-Springen liegen bei 95cm +/-5cm, beim A**-Springen werden Sprünge in der Höhe von 105cm +/-5cm aufgebaut.
Wenn du diese Vorraussetzungen erfüllst, kannst du ein A-Springen bestreiten.

„Reiten ist kein Sport“

Oft kommt auf die Antwort „reiten“ auf die Frage, was denn dein Hobby sei nur der Spruch „Reiten ist doch kein Sport, man sitzt doch nur rum und das Pferd hat die Arbeit.“ Stimmt, stimmt aber auch nicht! Das Pferd muss halt die ganze Zeit laufen, aber wir bestimmen, wie und wann es läuft. Wir beanspruchen auch unsere Muskeln, nicht nur die Pferde. Muskelbeanspruchung: Das ist das Stichwort!

Welche Muskeln beanspruchen wir eigentlich? Wie viele Kalorien verbraucht man beim Reiten, Putzen und Ausmisten? Und wird der ganze Körper trainiert oder nur Teile? Diese Fragen werde ich mal so gut wie es geht beantworten. 

Wer lange nicht geritten ist oder wieder neu damt anfängt, wird wahrscheinlich tierischen Muskelkater haben. Das zeigt, dass beim reiten sehr viele Muskeln beansprucht werden. Es herrscht ein ständiger Wechsel zwischen An- und Entspannen der Muskeln, um die Bewegungen des Pferdes auszugleichen. Außerdem bilden sich zwei Muskelstränge links und rechts neben der Wirbelsäule, diese entstehen durch das Vorschieben des Pferdes aus dem Kreuz heraus. Beinmuskeln dürfen natürlich auch nicht fehlen, diese Partien bilden sich meist bei den ganz normalen Schenkelhilfen. Das Pferd als Fitnessstudio, klingt blöd, ist es aber nicht. Das Reiten trainiert tatsächlich den ganzen Körper.

Der Kalorienverbrauch beim Reiten hängt wie bei jeder anderen Sportart vom Gewicht und der Größe ab.  Eine Stunde reiten verbrennt bei einer 1.70 Meter großen Frau mit 68kg Gewicht 293 Kalorien. Beim Reinholen verbrennt die gleiche Person 80 Kalorien, bei 30 Minuten Putzen werden im Schnitt 100-120 Kalorien verbraucht. 15 Minuten ausmisten bringt nochmal 130 Kalorien on top! Wenn man dann noch ganz entspannt 15 Minuten zum Pferd den Drahtesel nutzt, springen dabei 96 Kalorien raus. Reiten und das Drumherum ist mit eine der effektivsten Sportarten, die es gibt.

Guten Freunden gibt man ein Küsschen

Nicht nur in der Werbung wird man Tag für Tag an diesen Spruch erinnert, auch man selbst sollte sich jeden Tag diesen Spruch ins Gedächtnis rufen. Mit den „guten Freunden“ meine ich hiermit unsere wunderbaren vierbeinigen Freunde. Und mit der Botschaft möchte ich erreichen, dass manche sich ein bisschen öfter daran erinnern, zwischendurch sein Pferd zu loben. Jedes Mal ganz laut durch die Halle zu rufen „fein“ oder „brav“ und am besten danach die Zügel auf den Hals zu schmeißen, um sie zwei Sekunden danach wieder aufzunehmen, ist natürlich ein bisschen zu viel des Guten. Aber ein kleiner Streichler kurz vorm Sattel reicht ja schon aus. Automatisch lässt man innen locker und das Pferd kann sich entspannen und weiß, dass es die vorhergegangene Übung gut gemeistert hat.

Genauso wenig muss man beim Putzen auf den Hals hauen, weil das Pferd beispielsweise endlich den Huf angehoben hat. Wie wäre es da mit einem kleinen Küsschen oder einmal über den Kopf streichen? Hat das nicht die gleiche Wirkung und ist nicht so nervig für Miteinsteller, wenn jedes Mal dieses tiefe „Knallgeräusch“ ertönt.

Ein weiser Mann sagte vor langer Zeit: „Suche den Fehler bei dir, und wenn du ihn nicht findest, such gründlicher!“ Ein Spruch der mich seitdem fast täglich begleitet. Oft hört man die Sprüche wie „Scheiß Gaul“ oder „Der läuft heute gar nicht“. Auch ich bin nicht perfekt und gebe manchmal einfach aus Reflex Cachaca die Schuld, dass zum Beispiel die Traversale nicht klappt oder die Distanz blöd war. Aber wenn ich so im Nachhinein darüber nachdenke, ist das ziemlich falsch. Jedes Pferd, was eine ordentliche Grundausbildung genossen hat, will doch eigentlich nur geritten werden. Zugegeben, auch Pferde sind nicht perfekt und haben mal einen schlechten oder einen besonderen Tag, an dem sie dann besonders heiß oder faul sind. Aber sowas passiert eben. Wenn man aber eine Lektion abfragt, die man vorher noch nie geritten ist oder nicht genügend vorbereitet hat, darf man eigentlich nicht seinem Pferd die Schuld geben.

In dem Sinne: Fragt euch bitte bitte immer erst selbst, ob ihr etwas nicht ganz korrekt gemacht habt, bevor unsere vierbeinigen Freunde schuldig gemacht werden. Ich habe mir das auch nach einiger Zeit angewöhnt und seitdem klappt so einiges beim Reiten viel besser. Und ganz nebenbei: Loben verbessert auch die Gesundheit und Zufriedenheit des Pferdes 😉

Weidezeit

Gerade bei Sportpferden ist der Weidegang sehr umstritten. Die Gefahr einer Verletzung sei zu hoch heißt es des öfteren. Ich persönlich kann diese Sorge total verstehen. Vor allem bei zu lang dosierter Weidezeit haben manche Pferde keine Kraft und Energie mehr, um danach das übliche Pensum des Trainings, eine bis eineinhalb Stunden, zu meistern, ohne danach total verschwitzt und schnaufend in der Ecke zu stehen und erst einmal wieder einen Tag Pause zu brauchen. Pferde, die aktiv im Sport unterwegs sind und jeden Tag geritten werden, sollten also nur etwa zwei bis drei Stunden auf die Weide gehen. Auch in dieser Zeit können sie sich natürlich verletzen, aber das Risiko in dem Zeitrahmen ist nicht so groß, weil meistens keine Langeweile aufkommt und somit einfach friedlich gegrast statt wild getobt wird. Und natürlich  muss auch jedes Pferd mal einfach nur Pferd sein und nicht den ganzen Tag hinter Gitterstäben stehen.

Aber bei jedem Pferd ist es unterschiedlich. Natürlich gibt es auch welche, die den ganzen Tag auf der Koppel stehen, gerade dies ist bei Pferden, die keine Rehe oder ähnliches haben, aber nicht mehr geritten werden dürfen, optimale Haltung, am besten in einem Offenstall mit anderen Pferden zusammen. Aber das ist meine Meinung und jeder macht sich dazu ein eigenes Bild und muss selbst entscheiden, was für sein Pferd das beste und optimalste ist. Jedoch sollte man immer bedenken, dass die Kolikgefahr bei frischen Weiden mit viel Gras sehr groß ist, wenn die Pferde nicht genug Bewegung bekommen. Aber Weidegang ist und bleibt ein Muss für jedes gesunde Pferdeleben.

 

Update 2017 – Teil 2

In dem vorigen Beitrag habt ihr erfahren, dass unsere Saison leider mehr von Tiefpunkten als von Höhepunkten bereichert war. Angefangen hatte die Saison mit einem Sieg im L-Springen und brachte dann im Juni einen Sturz im L-Springen mit sich, der leider erst einmal wieder „runterschrauben“ bedeutete.

Nun geht es aber weiter mit dem zweiten Teil des Jahres, der fast nicht besser sein könnte. Am ersten Juliwochenende fanden die Kreismeisterschaften des Kreisreiterbunds Stormarn statt. Cachaca und ich starteten in der LK5 Tour, bestehend aus einem A* Stilspringen, einem A** Stilspringen und am Sonntag im Finale einem A** Fehler/Zeitspringen. Ohne Erwartungen betraten wir also den Parcours des A*. Wir legten eine gute Runde ab, die mit einer 8,0 belohnt wurde. Als ich die Note gehört hatte, brach ich sofort in Freudentränen aus. Das erste Mal eine 8 mit Cachaca, und dann auch noch auf den Kreismeisterschaften. In der Prüfung wurden wir dann zweiter. Im A**, welches erst fünf Stunden später an der Reihe war, lief es noch besser. Cachaca sprang unfassbar gut und auch in dieser Prüfung bekamen wir eine 8, dieses Mal eine 8,2! Doch auch hier konnten wir „nur“ den zweiten Platz erreichen, was natürlich auch spitze war. In der Wertung waren wir somit auf dem dritten Rang. Am Sonntag sollte es leider nicht so laufen wie geplant. Am zweiten Oxer hatten wir leider schon einen Steher und nach dem Oxer war ich so verunsichert, dass sich das auf Cachaca übertragen hat und somit kassierten wir am letzten Sprung noch einmal zwei Steher, was dann den Ausschluss bedeutete. Dies war sehr ärgerlich, weil wir einfach eine Nullrunde gebraucht hätten und dann Kreismeister geworden wären. Aber so etwas passiert halt.

Zwei Wochen später ging es wieder los. In Ahrensfelde hatte ich ein A** Stilspringen genannt, welches zum Glück am Freitag war, wo noch strahlender Sonnenschein und perfekte Bodenverhältnisse herrschten. Beim Besichtigen des Parcours‘ war ich etwas skeptisch, da es doch nicht so leicht gebaut war wie gedacht. Die Höhe war vollkommen in Ordnung, aber die Wege waren entweder sehr eng oder so lang, dass man Zeitfehler gekriegt hätte. Ich entschied mich dafür, die kürzeren Wege möglichst weit auszureiten und es hat geklappt! Wir beide bekamen eine 8,0 und ich war so aus der Fassung, dass ich das noch gar nicht realisiert hatte. Wir blieben bis zum Ende in Führung und konnten diese Prüfung für uns entscheiden.

Nach einem fünftägigen Trainingslager, von dem ich euch auch noch berichten werde, aber das ist ein anderer Beitrag, ging es gleich am Wochenende nach Rausdorf. Schon beim Abreiten war alles perfekt, jeder Sprung passte (was echt selten ist beim Abreiten). Aber ich hatte ein bisschen Respekt vor dem Aussehen der Sprünge. Ein Steilsprung war im Style des Oktoberfests, blau-weiß geringelt mit einem Lebkuchenherz. Und gleich danach der Oxer war in quietschpink mit Einhörnern darauf. Gaaanz großes Kino für uns beide. Aber wir sind super durch den Parcours gekommen und bekamen meine bis jetzt höchste Wertnote von 8,5. Bis zur Siegerehrung dachte ich, wir wären zweite. Aber dann wurde angesagt, dass in zwei Abteilung platziert werden würde und somit konnten wir die zweite Abteilung gewinnen.

Das war dann auch schon unsere Saison 2017. Man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist.

Ich freue mich sehr auf das 8er Team, welches am 18. November in Elmshorn stattfinden wird. Wir werden diesen Winter fleißig trainieren, um dann hoffentlich nächstes Jahr guten Gewissens ins L-Springen können.

Update 2017 – Teil 1

Dieses Jahr hat sich so einiges geändert, vor allem im Training. Aber dazu komme ich noch in späteren Beiträgen. Fangen wir mit der Turniersaison an.

Solche Bilder sprechen Bände…, besonders dieses. Ich werde nie vergessen, wie dieses Bild entstanden ist. In unserem zweiten L-Springen. Dieses konnten wir im April mit einer Wertnote von 7,5 gewinnen. Unfassbar! Gleich danach war noch ein A-Springen auf dem Plan. Dort konnten wir mit einer Wertnote von 7,8 4. werden.

Aber genauso schnell, wie es bergauf ging, ging es auch wieder hinab. Es fing an mit einem A-Springen in Jesteburg. Dort hatten wir einen Steher, was ich noch nie zuvor hatte. Aber so motiviert wie ich war, bin ich noch das L-Springen danach geritten. Dies lief leider nicht ganz nach Plan und wir mussten nach dem sechsten Sprung den Parcours verlassen.

Leider wollte ich nicht verstehen, dass ich vielleicht noch etwas zu aufgeregt und zu unkonzentriert vor Springen in Klasse L war und so bestand ich darauf, in Lübeck ein Stilspringen Klasse L zu reiten. Doch dort musste ich schon nach dem dritten Sprung aufhören. Das war’s dann erst einmal.

Tja, und dann kam endlich wieder eine Schleife, wenn auch nur im A* Stilspringen. Aber immerhin sind wir heil durch den Parcours gekommen und das auch noch mit einer Schleife. Ich, total übermütig und motiviert, nannte dann gleich noch ein L Springen in Reinfeld eine Woche später, aber das sollte dann  wohl doch nicht sein.

Im A-Springen war noch alles gut, wir hatten eine super Runde ohne Fehler, die leider nicht für eine Schleife reichte. Trotzdem waren wir einigermaßen zufrieden, denn Cachaca machte seinen Job super und trug mich heil durch die Ziellinie. Das L-Springen war total nett gebaut, nur ein Wassergraben, eine Mauer, aber keine dreifache Kombination. Bis zu dem fünften Sprung, ein roter Steilsprung mit Gatter, lief alles super. Doch zu dem Sprung fehlte die Distanz und nichts passte. Kurz gesagt: Cachaca ist stehen geblieben und ich bin in den Sprung gefallen. An sich ist alles glimpflich ausgegangen, aber nach einiger Zeit wurde mein linkes Bein kurz unter dem Knie immer dicker und härter. Wir sind also zum Arzt gefahren und es musste punktiert werden und zum Glück nicht operiert werden.

Nach diesem Vorfall ging es aber wieder bergauf, aber dazu erfahrt ihr in dem nächsten Beitrag mehr.

 

Neuanfang

Wie viele wahrscheinlich mitbekommen haben, habe ich meinen Blog nicht mehr weitergeführt. Doch genau das möchte ich jetzt wieder tun.
Und vielleicht fragen sich auch einige, warum dies passiert ist.
Nun, es gab mehrere Gründe, die ich einmal gerne erläutern würde.
Zum einen hat mich nicht mehr so die Lust gepackt Beiträge zu verfassen, Bilder zu machen, Bilder zu posten und allgemein auf sozialen Medien wie Instagram oder Facebook aktiv zu sein. Zum anderen war das nicht mein kreativstes Jahr und mir sind einfach keine interessanten Themen eingefallen, über die ich schreiben könnte.

Aber in den letzten Monaten haben mich immer wieder die Gedanken heimgesucht, die Seite weiterzuführen.
Das Praktikum, welches ich im Moment bei einem Mediendesigner und Journalist verbringen darf, hat diese Gedanken nur noch mehr angefacht und so ist die Entscheidung gefallen, diesen Blog, sowie die Instagramseite @smp.showjumping so gut wie es geht, weiterzuführen.
Ich werde mein bestes geben, hier eine gewisse Regelmäßigkeit reinzubringen, allerdings kann ich das nicht versprechen, da ich ja, wie ihr wisst, noch Schülerin bin und kurz vor der Oberstufe stehe.
Es steht also absolut noch nicht fest, wie oft und in welchem Ausmaß hier Beiträge erscheinen. Nagelt mich bitte nicht darauf fest, jede Woche mehrere Beiträge online zu stellen.

Wenn ihr Anregungen habt, lasst es mich wissen! Kommentiert es unter die Beiträge, Posts auf Instagram oder schreibt mir einfach direkt über Messenger oder Instagram!